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Risiko- oder Kapitallebensversicherung?
Eine Lebensversicherung gehört zu den beliebtesten Vorsorgeprodukten - sei es zur Altersvorsorge oder zur Absicherung finanzieller Risiken. Doch wie unterscheiden sich die beiden Versicherungen?
Eine Kapitallebensversicherung sammelt – wie der Name schon sagt – Kapital an. Sie dient der Altersvorsorge. Die Versicherungsgesellschaft legt die Beiträge an den internationalen Finanzmärkten an, mit dem Ziel eine möglichst hohe Rendite zu erwirtschaften. Neben einem Garantiezins wird der Versicherungsnehmer durch Überschussbeteiligungen an den Renditen beteiligt. In den ersten Jahren dient jedoch ein großer Teil der Beiträge zur Deckung der Vermittlerprovision und der internen Verwaltungskosten. Kündigt man die Versicherung vorzeitig aus Geldmangel, macht man – in den ersten Jahren auf jeden Fall – Verlust. Der Versicherungsnehmer bekommt weniger heraus, als er eingezahlt hat. Einzige Alternative: Man verkauft oder beleiht den Versicherungsvertrag. Mittlerweile hat sich ein seriöser Zweitmarkt für Lebensversicherungen entwickelt.
Da Kapitallebensversicherung im Schnitt mehr als 30 Jahre laufen, kommen sehr hohe Summen zusammen. Die kann man sich im Rentenalter auf einmal auszahlen lassen oder verrenten. Das heißt, die Versicherung arbeitet weiterhin mit dem Kapital, dass wie bei einer Bank verzinst wird. Monatlich wird nur eine zuvor vereinbarte Rate ausbezahlt. Natürlich hat auch die Kapitallebensversicherung einen Todesfallschutz. Stirbt der Versicherungsnehmer vor Ablauf der Laufzeit, wird die Todesfallsumme – meist in höhe der Versicherungssumme – an eine zuvor festgelegte Person ausgezahlt.
Risikolebensversicherungen dienen nicht zum Kapital ansparen, sondern – wie der Name schon verrät – zur Absicherung eines Risikos. Stirbt der Versicherungsnehmer während der Vertragslaufzeit, wird die Versicherungssumme an eine begünstigte Person ausgezahlt. So schützt eine Risikolebensversicherung beispielsweise Familien vor dem finanziellen Ruin, wenn der Erwerbstätige Elternteil plötzlich stirbt. Unverheiratete Paare können sich gegenseitig über zwei Versicherungsverträge finanziell absichern. Banken bestehen beim Erwerb von Wohneigentum meist auf eine Risikolebensversicherung. Damit können die Hinterbliebenen die Kreditraten bedienen, falls der Ernährer der Familie verunglückt.
Die monatlichen Raten der Risikolebensversicherung sind deutlich günstiger als bei Kapitallebensversicherungen. Das liegt daran, dass bei einer Risikolebensversicherung kein Kapital angesammelt wird, dass nach Laufzeitende ausgeschüttet wird. Die gesamte Prämie wird zur Risikoabdeckung von Todesfällen am Kapitalmarkt investiert.
Das Spartier rechnet
Interrisk: 393 Euro/Jahr
Hannoversche Leben: 296 Euro/Jahr **
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Ersparnis: 97 Euro oder 25 %
* 30-jähriger Mann, Nichtraucher, Vertragslaufzeit 30 Jahre, Versicherungssumme 100.000 Euro
** Durch die Verrechnung der erwirtschafteten Gewinnanteile muss der Versicherungsnehmer aktuell nur 119 Euro/Jahr an die Versicherung überweisen.
Richtwerte für LebensversicherungenRisikolebensversicherung
Eintrittsalter | 20 | 30 | 40 |
Monatsbeitrag Mann | 21 € | 24 € | 44 € |
Monatsbeitrag Frau | 13 € | 16 € | 28 € |
10 Jahre Laufzeit, Zins 2,75 %Kapitallebensversicherung
Eintrittsalter | 25 | 35 | 45 |
Monatsbeitrag Mann | 82 € | 124 € | 209 € |
Monatsbeitrag Frau | 77 € | 117 € | 198 € |
Endalter 65 Jahre, Zins 2,75 %