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Finanzen

Sparen Sie 118 %

Kinder richtig absichern

Sichern Sie die Zukunft Ihrer Kinder für Ausbildung und Gesundheit mit geeigneten Versicherungen ab. Auch die langfristige Geldanlage verschafft dem Nachwuchs einen soliden Start ins selbstbestimmte Leben.

© Aboutpixel.de, Rainer Sturm

Für Kinder gibt es viele Produkte, sie heißen Mäuse-Konto, Teddy-Police oder Biene Maja Schutzbrief. Doch die Kombiprodukte aus Versicherung und Geldanlage haben mehrere Haken: Kein Anbieter wird hier jeweils das beste Produkte einbringen. Die Pakete sind meist teurer als die einzelnen Elemente und man verliert als Versicherungsnehmer an Flexibilität. Darum raten Experten: Versichern und Sparen unbedingt trennen. Bei der Absicherung des Nachwuchs haben die Finanzexperten einen weiteren wichtigen Rat, der überrascht: Zuerst kommen die Eltern. Was nützt dem Kind eine Ausbildungsversicherung, wenn der Ernährer der Familie stirbt oder berufsunfähig wird, wenn das Kind noch im Kindergarten ist? Eine gute Risikolebensversicherung schützt die Familie vor dem finanziellen Ruin. Vor allem wenn Hypothekenraten für das Eigenheim abbezahlt werden müssen. Diese Versicherung lässt sich auch mit einem Berufsunfähigkeitsschutz kombinieren – hier ist die Koppelung zweier Versicherungen durchaus sinnvoll.

Anstelle des beliebten Bausparvertrags für das Kind, sollten die Eltern lieber eine private Pflegezusatzversicherung abschließen. Werden die Eltern im Alter pflegebedürftig, besteht das Risiko des Kinderunterhalts. Dann muss der Nachwuchs die Differenz zwischen den Pflegekosten und den Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung aufbringen. Je nach Umfang der Absicherung und Einstiegsalter liegt der Versicherungsbeitrag bei privaten Pflegeversicherungen zwischen 20 und 80 Euro im Monat. Somit ist aber eine gute Unterbringung und professionelle medizinische Versorgung der Eltern im Alter gesichert.

Die meisten Unfälle geschehen in der Freizeit. Darum ist es sinnvoll, die gesamt Familie über eine private Unfallversicherung zu schützen. Im schlimmsten Fall kann aufwändige Pflege oder lange Reha-Aufenthalte nach einem Unfall des Kindes die Haushaltskasse schwer belasten. Oder angenommen, das Kind bleibt nach einem Unfall behindert und die Wohnung muss umgebaut werden. Auch hier springt eine Unfallversicherung ein. Stichwort Gesundheit: Da die gesetzlichen Krankenkassen immer weniger Kosten übernehmen, gerade beim Zahnersatz und Sehhilfen, sollte man die Leistungslücken durch eine Krankenzusatzversicherung schließen. Die lässt sich sehr individuell an die Wünsche der Eltern anpassen. Naturheilverfahren, Chefarztbehandlung und Rooming-in der Eltern bei Krankenhausaufenthalten des Kindes stehen zur Auswahl.

Erst wenn diese Risiken abgesichert sind, kommt der Vermögensaufbau. Je früher man damit beginnt, umso besser. Bis zur Volljährigkeit oder zum Beginn eines Studiums kann viel Geld zusammenkommen. Dafür sorgt beispielsweise der Zinseszinseffekt bei Sparplänen. Die Zinsen aus dem ersten Jahr, werden Teil des Vermögens im zweiten Jahr. Sie werden wiederum verzinst. Das geht immer so weiter, wenn regelmäßig – am besten monatlich – eingezahlt wird, entsteht ein solides finanzielles Polster für das Kind.

Das gilt auch für Investmentfonds. Egal ob nun in Aktien, Immobilien oder Rentenwerte investiert wird. Hier wirkt der so genannte Cost-Average-Effekt. Wenn Sie beispielsweise monatlich 50 Euro einzahlen, werden bei schwankenden Kursen, unterschiedliche Mengen der Anteilsscheine erworben. Sinken die Kurse, erhalten Sie mehr Anteile für den Sparbeitrag und umgekehrt. Durch die lange Laufzeit, kaufen Sie die Anteile zu einem günstigeren Durchschnitts­preis als wenn Sie ein­malig eine größere Summe investiert hätten. Weiterer Vorteil: Sie müssen sich keine Ge­danken über den „richtigen Einstiegszeitpunkt” machen. Sie können das Auf und Ab an den internationalen Finanzmärkten ganz beruhigt hinnehmen. Durch die lange Laufzeit profitieren Sie von den Entwicklungschancen an den Börsen. Wem Ihnen ein Investment in Aktienfonds dennoch zu riskant erscheint, sparen Sie für den Enkel oder den Nachwuchs einfach in einen Fonds mit festverzinslichen Wertpapieren. Egal für was man sich entscheidet, Hauptsache man beginnt früh damit.

Sparen, Sparen, Sparen

Das Spartier rechnet

Was regelmäßiges Sparen bringt

Einzahlung von monatlich 50 Euro über 20 Jahre = 12.000 Euro
SparplanEndkapitalRendite
Ausbildungsversicherung

17.861

3,8 %

Banksparplan

20.652

5,4 %

Bundesschatzbriefe

22.033

5,7 %

Aktienfonds-Sparplan

26.160

7,2 %

Mischfonds-Sparplan

25.775

7,1 %



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Ersparnis: bzw. Erspartes: 14.160 Euro oder 118 % bei einem Aktienfonds-Sparplan über 20 Jahre

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Bisher gibt es 2 Kommentar(e).

sonja ranke meint:

ich möchte gerne 50euro monatlich für meinen sohn sparen über einen zeitraum von 10 jahren.können sie mir einen rat geben.vielen dank

Geschrieben am 24. Februar 2010 um 11:59 Uhr

Dirk Kunde meint:

@sonja ranke Ein pauschaler Ratschlag ist schwer. Doch mein Tip: Nehmen Sie einen soliden und namhaften Fondssparplan. Schauen Sie sich mehrere an und vergleichen. Achten Sie dabei darauf, dass die Gebühren und Ausgabeaufschläge gering sind. Fast jede (Direkt-)Bank hat Fonds mit reduzierten Aufschlägen im Angebot. Richtet sich der Fonds nach einem Index wie beispielsweise dem Dax, haben die Fondsmanager weniger Arbeit, das schlägt sich auch in den Gebühren nieder.

Website: http://www.spartier.de

Geschrieben am 4. März 2010 um 10:28 Uhr

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