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Die Leitung wechseln

Telefonieren über das Internet ist längst keine Spielerei für Technik-Freaks mehr. Mit normalen Telefonen wird in gewohnter Sprachqualität über schnelle DSL-Anschlüsse telefoniert, nur eben viel günstiger.

Alter Hörer an moderner Technik mit VoIP © Sipgate

Bereits über sieben Millionen Privatkunden in Deutschland nutzen laut Branchenverband Bitkom Internet-Telefonie statt einem Festnetzanschluss. Beim Voice over Internet Protocol (VoIP) werden die Gespräche in kleinen Datenpaketen über die Leitungen geschickt. Es wird nicht mehr, wie bei der normalen Telefonie, eine Leitung für das Gespräch blockiert. Darum und der Verzicht auf monatliche Grundgebühren machen VoIP so viel günstiger.

Voraussetzung ist ein schneller DSL-Anschluss, ganz egal bei welchem Anbieter. Telefoniert wird mit dem bisherigen Telefon. Zwischen DSL-Modem und Telefon kommt ein kleiner Adapter, den die meisten Anbieter für wenig Geld zur Verfügung stellen. Man kann aber auch ein VoIP-Telefon an das Modem anschließen oder mit einem Headset am PC telefonieren. Besonders bequem sind mobile Telefone, die sich in das heimische WLAN-Netz einbuchen und ebenfalls die VoIP-Technik nutzen. Anbieter wie fones.de haben sich auf Endgeräte und Zubehör für Internet-Telefonie spezialisiert.

Die meisten Internetzugangsdienste (AOL, Freenet, 1&1) als auch Telefonunternehmen (Deutsche Telekom) bieten Internet-Telefonie an. Es gibt aber auch reine VoIP-Anbieter wie beispielsweise Sipgate. Die haben es noch schwer, da es einen DSL-Anschluss bisher meist nur in Verbindung mit einem Telefonanschluss gibt. Das endet 2007. Dann stellt die Deutsche Telekom ihren Wettbewerbern reine DSL-Anschlüsse bereit. Man kann komplett auf den herkömmlich Telefonanschluss verzichten, zumal die Mitnahme der bisherigen Rufnummer aus dem Festnetz ebenfalls möglich ist (Kosten: ca. 30 Euro).

Wer seine alte Nummer nicht mitnimmt, erhält von Sipgate eine neue Rufnummer in seinem Ortsnetz. Darunter ist man von jedem herkömmlichen Telefon oder Handy erreichbar. Es fallen keine monatliche Grundgebühren, kein Mindestumsatz und keine Anmeldegebühr an. Gespräche zu anderen Sipgate-Kunden oder in Partnernetze sind gratis. Telefonate ins deutsche Festnetz kosten 1,79 Cent/Minute und in Mobilnetze 16,9 Cent/Minute. Gespräche ins Ausland beginnen bei 1,8 Cent/Minute. Somit lohnt sich VoIP vor allem für Menschen, die oft in andere Länder telefonieren oder viel unterwegs sind. Mit einem Laptop oder einem SmartPhone kann man sich unterwegs in ein WLAN-Netz einbuchen und über den gewohnten VoIP-Anbieter telefonieren. Wer mehr daheim telefoniert, bekommt für 8,90 Euro im Monat eine Flatrate für Gespräche ins deutsche Festnetz. Sipgates Wettbewerber werden bei den Preisen schnell gleichziehen. Der Kampf um die Kunden wird über zwei Dinge entschieden. Da ist zum einen die Sprachqualität, die meist noch nicht ganz an die gewohnte Telefonleitung heranreicht und über die subventionierten Endgeräte. Also, schauen Sie in Ruhe, wer was zu welchem Preis dazu gibt, bevor Sie die Leitung wechseln.

Sparen, Sparen, Sparen

Das Spartier rechnet

Neuer Telefonanschluss – Kosten für den ersten Monat T-Com CallPlus T-Net: 15,95 Euro Grundgebühr + 59,95 Euro Anmeldegebühr + 240 Minuten x 0,029 Euro Festnetzgespräche + 180 Minuten x 0,206 Euro Mobilfunkgespräche = 119,94 Euro

Sipgate Basic: 0,00 Euro Grundgebühr + 0,00 Euro Anmeldegebühr + 240 Minuten x 0,0179 Euro Festnetzgespräche + 180 Minuten x 0,169 Euro Mobilfunkgespräche = 34,72 Euro

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Ersparnis: 85,22 Euro oder 71 %
* Reine Gesprächskosten. Die Gebühren für einen schnellen DSL-Anschluss kommen in beiden Varianten noch dazu.

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